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10. November 2022: Stellungnahme Digitalisierung im Gesundheitswesen

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Fax war einmal!

Ämter und Behörden brauchen modernen Anschluss

Schnelle datenschutzrechtliche einwandfreie Übermittlung von sensiblen Dokumenten zwischen den Handelnden im Gesundheitswesen, dass soll das KIM (Kommunikation im Medizinwesen) System bieten.

Der von der staatlichen gematik entwickelte Kommunikationsstandard findet deutschlandweit in Arztpraxen bereits Anwendung, auch einzelne Kliniken in MV tauschen Befunde über diesen Weg aus.

Das System ist offen gestaltet, d.h. auch Gesundheitsämter, LAGUS, Rentenversicherung und Agentur für Arbeit u.v.a. können angeschlossen werde. Gleichzeitig handelt es sich um einen verschlüsselten Kommunikationsweg, auf dem, anders als bei einfachen Emails, auch Gesundheitsdaten übertragen werden dürfen. Grundsätzlich funktioniert die Kommunikation analog zu einem eMail-Client. Personenbezogene Daten können automatisiert Datenbanken zugeordnet werden.

Nur wenn möglichst alle im Gesundheitswesen das System nutzen, kann können die Vorteile im Vergleich zum Postweg vollumfänglich genutzt werden und Faxgeräte können in Ruhestand gehen.

Als Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen MV befürworten wir Digitalisierungsprojekte mit einem Nutzen für die AnwenderInnen. Wir fordern daher alle Einrichtungen im Gesundheitswesen auf, kurzfristig die Implementierung von KIM als Kommunikationsweg zu prüfen. Aus unserer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, warum digital vorliegende Dokumente ausgedruckt, per Post versandt und anschließend wieder digitalisiert werden, wenn kostensparende und rechtskonforme Lösungen existieren.

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